Staatliche Realschule Viechtach

Fit fürs Leben

Politisch bedeutsam - aber nur wenig in unserem Bewusstsein verankert

Bereits seit vielen Jahren wird anlässlich des am 22. Januar 1963 unterschriebenen Élysée-Vertrags die Deutsch-Französische Freundschaft gefeiert.
Den beiden Ländern ist es gelungen, die Konflikte der Vergangenheit in eine treibende Kraft für den Frieden in Europa zu verwandeln. Es hat sich eine einzigartige Beziehung entwickelt und der Austausch zwischen uns und unseren Nachbarn hat einen zuvor nicht dagewesenen Umfang erreicht. Die Beziehungen sind durch Vielfalt gekennzeichnet und fest im Alltagsleben beider Völker verankert.
Es geht dabei nicht nur um ein politisches Bündnis und eine wirtschaftliche Partnerschaft, sondern um eine Freundschaft. Das war es, was sich der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer vor 57 Jahren gewünscht haben. Die beiden Politiker hatten 18 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begriffen, dass politische Verträge oder Handelsabkommen nicht ausreichen würden, um ihre Völker dauerhaft und von Grund auf zu versöhnen. Eine Freundschaft lebt von Kontakten und Begegnungen - von diesem Grundsatz ließen sie sich leiten.
Anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages am 22. Januar 2003 haben der französische Präsident Jacques Chirac und der Bundeskanzler Gerhard Schröder den 22. Januar zum „Deutsch-Französischen Tag“ erklärt und ihm Initiativen gewidmet, die Jugendliche aus beiden Ländern einander näherbringen sollen.
In diesem Sinne nahmen sich auch unsere Französisch-Schüler diesen bedeutsamen Tag zum Anlass, um dem Wissen über die deutsch-französischen Beziehungen an unserer Schule nachzuspüren. Eine Umfrage unter den Schülern der anderen Zweige sollte deren Kenntnisstand zum Thema „Frankreich“ aufzeigen.
Die Auswertung der Umfrage ergab, dass je nach Gruppe 0% bis 40% der Befragten schon vom Deutsch-Französischen Tag gehört haben. Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass an unserer Schule noch weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um diesen Tag noch mehr ins Bewusstsein der Schüler zu heben.
Die Antworten auf die Frage, was sie mit Frankreich in Verbindung brächten, waren mit „Eiffelturm, Napoleon und Baguette“ doch sehr klischeehaft.
Die Umfrage enthüllte zudem, dass nur relativ wenige Schüler bisher Frankreich schon einmal besucht haben.
Gefragt nach Glanzpunkten der französischen Geschichte und Kultur, erwies sich das Wissen unserer Schüler als äußerst dürftig.
Die Fachschaft Französisch wird auch künftig im Rahmen von verschiedenen Aktionen und Projekten danach streben, diese bedeutsame geschichtliche Errungenschaft der deutsch-französischen Freundschaft ins Blickfeld der Schüler zu rücken.
(S. Huber)