Staatliche Realschule Viechtach

Fit fürs Leben

Asante sana (auf Kisuaheli ‚Herzliches Dankeschön‘) und bleiben Sie gesund!

Wie in dem Bericht über unsere Adventsaktion 2019 bereits mitgeteilt, haben wir an den Verein "Promoting Africa" 927,70 € überweisen können. Damit sollten die Kinder aus den Selbsthilfeprojekten von Jimmy Kilonzi in Kenia unterstützt werden. Heute kam mit der Post das Dankeschön von der Vermittlerin Fr. Monika Bieberbach und ein kleiner, aktueller "Lagebericht".

12 Advent Dankesbrief klein

(C. Kayser)

 Die Corona Pandemie hat auch Kenia fest im Griff.
Die Regierung hat mit weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie reagiert, u.a. mit Einreisestopp, Schließung aller Bildungseinrichtungen, Versammlungsverbot und einer nächtlichen Ausgangssperre.
In den Slums, in denen circa 60 % der Bevölkerung Nairobis auf 10 % der Fläche leben, ist es nicht möglich Abstand zu halten oder sich regelmäßig die Hände zu waschen. So haben die Slumbewohner nicht nur Angst vor Ansteckung, sondern auch vor Hunger, Kriminalität und davor, im Krankheitsfall ohne medizinische Versorgung dazustehen.
Am 16. März wurden in Kenia alle Schulen geschlossen.
In dem kleinen Büro im Slum Mathare werden Lebensmittelpakete an die Mütter der Kinder und Jugendlichen ausgegeben, die im Child Support Programm sind – mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikel jeweils für eine Woche.
Jimmy Kilonzi war auch gezwungen die Berufsschule, das Skills Centre, zu schließen. Er hat alles versucht, dass es den Jugendlichen aus den Slums gestattet wird im Skills Centre zu bleiben, leider ohne Erfolg. Im Skills Centre sind noch zwei Mitarbeiter, die sich um den Gemüse- und Obstanbau sowie die Versorgung der Hühner, Kaninchen und einer Muttersau kümmern. Die Ernte sowie Eier und Fleisch, das sonst in der Schulkantine verwendet, wird an die Bevölkerung abgegeben. Im Mobility Centre wird weiterhin Brot gebacken. Außerdem haben wir sauberes Trinkwasser aus dem Brunnen – auch für die Bürger aus Malaa.
Außerdem organisiert Jimmy Kilonzi gerade mit seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Herstellung von Gesichtsschutzmasken. Im Skills Centre gibt es drei Nähmaschinen. Auch ist die Herstellung von Seife in Planung, die dann an die Bevölkerung verkauft werden soll.
Jeder Regierungsbezirk in Kenia ist angewiesen jeweils 20 Internate zu identifizieren, die bei Bedarf als Not-Krankenhäuser dienen können. Das Skills Centre wurde ganz aktuell auf die Liste des Regierungsbezirks Machakos aufgenommen.
Susanna Kiehling
Vorsitzende Promoting Africa e.V.