Staatliche Realschule Viechtach

Fit fürs Leben

Flüchtlinge gibt es nicht nur in Europa


Viechtach: Mucksmäuschenstill und konzentriert verfolgten die neunten und zehnten Klassen der Realschule Viechtach am 17. Februar 2017 die Lesung des Jugendbuchautors Dirk Reinhardt in der Aula der Realschule Viechtach, der die Schülerinnen und Schüler in seinem Buch „Trainkids“ auf die Flucht durch Mexiko mitnahm.
In seinem neuen Jugendbuch treffen fünf Jugendliche aufeinander, die sich auf eine ca. 3.000 km lange Reise durch Mexiko machen, um ihren Angehörigen in die USA nachzureisen. Schätzungsweise 50.000 Kinder und Jugendliche aus Mittelamerika, so berichtete der Autor, sind täglich auf den Güterzügen in Mexiko unterwegs, denn sie wollen und können es nicht akzeptieren, auf Dauer von ihren Müttern, die ihre Kinder schweren Herzens in der Heimat zurückgelassen hatten, getrennt und in völliger Armut und Perspektivlosigkeit zu leben. Amnesty International bezeichnet diese Reise sogar als eine der gefährlichsten auf der Welt.
Dirk Reinhardt trug drei spannende Textstellen vor, die den Schülern zeigten, wie man auf die Güterwagons aufzuspringen habe, damit man sich nicht verletze. Auch wie eine Razzia des Zuges durchgeführt wurde, sowie die Hilfsbereitschaft einiger Mexikaner stand im Fokus seiner Lesung. Immer wieder betonte der Autor die Authentizität der Geschichten, so dass am Ende der Veranstaltung jedem Schüler klar war, diese Geschichte ist nicht erfunden, sondern so ähnliche Schicksale erleiden viele Mittelamerikaner tagtäglich.
Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler noch Fragen stellen. Besonders die Recherche vor Ort interessierte sie. Sehr kompetent und fesselnd berichtete Dirk Reinhardt, was ein Zugführer zu Problematik der Trainkids sagte. Er müsse eigentlich die Polizei verständigen, wenn zu viele Kinder auf dem Zug seien. Doch nachdem er einmal eine grausame Razzia miterlebt habe, könne er das mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren.
Wie es Mädchen auf der Reise ergehe, wollte ebenfalls eine Schülerin wissen. Hierauf antwortete der Autor, dass sich die meisten als Jungs verkleiden würden, um so nicht den korrupten Männern ausgesetzt zu sein. Dass die Polizei in Mexiko nicht immer ein Freund und Helfer ist, wurde ebenfalls sehr deutlich. Selbst der Autor wurde immer wieder bei seinen Recherchen behindert. Sie wollten nicht, dass über die grausame Wirklichkeit geschrieben würde. Sie konfiszierten am Flughafen sogar seine Kamera und seinen Laptop. Warum auch er den Flüchtlingskindern nur bedingt helfen konnte, erklärte er sehr ausführlich.
Viel zu schnell waren die 90 Minuten um. Die Schülerinnen und Schüler hatten abschießend noch die Möglichkeit, ein signiertes Buch zu erwerben. Die Schülersprecherin Christina Schötz (10e) bedankte sich im Namen aller Schüler beim Autor und überreichte ihm als kleines Dankeschön ein Kochbuch, das von Schülern der Klasse 9a selbst gestaltet wurde.


(B.Thoma)

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